SV Blau-Weiß Filsum
Die Gründung erfolgte wohl im Jahre 1957. Genaue Daten liegen nicht vor.
Die erste tabellarische Erfassung stammt aus der Saison 1961/62. Blau-Weiß spielt in der 1. Kreisklasse Leer Staffel 1. Nach dem Abstieg 1964/65 in die 2. Kreisklasse folgten 8 Jahre, in denen die Blau-weißen nur schwer mithalten konnten. Erst 1972/73 durch die Schaffung der Bezirks-Staffeln war auch für die Blau-weißen wieder Platz in der 1. Kreisklasse. BW Filsum hatte sich stabilisiert und schaffte 1976/77 den Sprung in die Kreisliga Leer. Nach zwei Spielzeiten stieg die Mannschaft wieder ab. Es folgte bis 1997/98 ein fast dauerhafter Verbleib in der 1.Kreisklasse. Nur 1984/85 und 1987 bis 1990 spielte BW in der Kreisliga. Nach einem Jahr Kreisleistungsklasse 1998/99 sowie 2002/03 dann drei Jahre Kreisliga bis 2007/08 dann der Höhepunkt in der Bilanz der Blau-weißen: der Aufstieg in den Bezirk. 2 Jahre Bezirksliga zeugen von guter Vereinsarbeit. Der Abstieg in die Kreisliga soll aber sobald als möglich wieder repariert werden.
BW hat in 1326 Spielen 2686 Tore erzielt, aber auch fast genauso viele kassiert, nämlich 2628. Dieses fast ausgeglichene Torkonto ist auf die ersten 10 Spielzeiten zurückzuführen. Von 1961 bis 1970 musste BW 5 mal mehr als 100 Gegentore einstecken. 1969/70 sogar 157. Den BW gelang es nie mehr als 100 Tore pro Saison zu erzielen. 1978/79 scheiterten sie an dieser Grenze als Vizemeister der 1. Kreisklasse Leer Staffel 2 nur um 3 Tore. Die Meisterschaft in der 1. Kreisklasse 2001/02 war geprägt durch die gute Abwehr der Filsumer: nur 16 Gegentore standen zu Buche.
Die Meisterschaft 1997/98 bescherte den BW relativ die meisten Punkte: 66 in der 3-Punkte-Wertung. Nur 6 Punkte war die magere Ausbeute in der Katastrophensaison 1969/70.
In der Tabelle meiner 195 ostfriesischen Mannschaften liegt BW Filsum an 98. Stelle, hinter dem SV Dornum und vor dem VfL Jheringsfehn.
Drei Highlights 1969/70 ein 3:15 gegen den SV Neufirrel in der 2.Kreisklasse, 1978/79 ein 13:1 gegen die Reserve von Neufirrel in der 1. Kreisklasse Leer und 1989/90 ein 5:1 gegen den Mitabsteiger aus der Kreisliga Leer, den SC 04 Leer.
SV Fulkum
Am 18.6.1949 fanden sich in der Gastwirtschaft Karl Poppen etwa 25 Personen ein, um einen Fußballverein zu gründen. Als Vorsitzender wurde Waldemar Oehschlegel gewählt. Ein Gönner stellte ein Weidegrundstück zur Errichtung eines Sportplatzes zur Verfügung.
Die erste Tabelle datiert aus der Saison 1951/52. Der SV spielt in der Kreisklasse Nordwest Staffel A3 und wird vierter. Immerhin mit einem ausgeglichenem Punkteverhältnis. Nach einem Jahr in der 1. Kreisklasse Staffel Süd beginnt die lange Zeit, in der der SV nur in der 2. Kreisklasse spielt. 21 Jahre lang kommen die Fulkumer aus diesen Tiefen nicht heraus. Nach guten Plätzen unter den ersten 5 in den 50er Jahren, folgen Plätze um den Bereich 10 herum. 1973/74 aber ist es geschafft, der SV wird Meister und steigt in die erste Kreisklasse auf, muss diese aber sofort wieder verlassen. Im Meisterjahr gelingen 108 Tore und die Fulkumer müssen nur 9 Minuspunkte hinnehmen. Bis 1984 folgt ein Wechsel zwischen 1. und 2. Kreisklasse, bis 1984 erst einmal für 10 Jahre die 1. Kreisklasse Wittmund gebucht wird. 1993/94 als Meister steigt Fulkum in die Kreisliga auf und nach einem erneuten Aufstieg 1996/97 kann der SV 10 Jahre lang die Kreisliga halten. Erst nach dem Abstieg 2006/07 begann ein neuer Anlauf, der im Jahre 2010/11 wiederum die Kreisliga sieht.
Der SV hat 1426 Spiele absolviert, und dabei ein Torverhältnis von 3554:3291 herausgeschossen. 44 Punkte in der 2-Punkte Wertung 1993/94 und 62 in der 3-Punkte Wertung 1996/97 sind die besten Resultate. 93 Gegentore in der Spielzeit 1967/68 sind die meist kassierten Treffer des SV in einer Saison.
In der absoluten Punktwertung von 195 Vereinen liegt der liegt der SV auf Platz 84 umrahmt von den Reserven aus Moordorf und Bunde.
Besondere Ergebnisse des SV: 1963/64 in der 2. Kreisklasse Nordwest unterliegt der SV dem TSV Holtrop mit 0:5, 1992/93 erlebt TuS Horsten in der 1. Kreisklasse Wittmund in Fulkum ein 12:2-Debakel, und der TuS Weene muss sich in der Kreisliga der Saison 2004/05 mit 7:1 in Fulkum geschlagen geben.
TV Greetsiel
Im Jahre 1925 fand im Gasthof "Zum Hohen Hause" die Gründungsversammlung des TV Greetsiel statt. Gerd Rosenboom übernahm den ersten Vorsitz. In Greetsiel gab es zu dieser Zeit eine lose Vereinigung von Fußballern, die sich Concordia nannte. Im Mai 1946 wurde der Verein dann neu ins Leben gerufen.
Die Vereinsbilanz des TV Greetsiel hat genau einen Höhepunkt: es ist die Spielzeit 1986/87. Der TV spielt ein Jahr in der Bezirksklasse Ostfriesland. Den Anfang der Chronik bildet für den TV das Jahr 1949. Als 8. Von 9 Mannschaften rangiert Greetsiel in der Kreisklasse Emden/Norden auf dem vorletzten Rang. Bis 1954 kann diese Bilanz nicht wesentlich verbessert werden. Mit Einführung der 1. Kreisklasse Norden 1954 wird dann auch der TV besser; er erreicht fast nur noch einstellige Tabellenplätze. 1959 und 1966 sind es jeweils Vizemeisterschaften, die den ersten Erfolg bestimmen. Das gefällt der Mannschaft gut und die zweiten Plätze werden 1966, 1968 und 1969 wiederholt. Erst die Vizemeisterschaft 1971 ergibt den Aufstieg in die neue Kreisliga Norden und dort gelingt der erste Meistertitel. 22 Jahre lang erste Kreisklasse und dann der Aufstieg in den Bezirk. Gemeint ist hier die Bezirksstaffel Nord, der der TV bis zum Ende angehört, das sind immerhin alle 7 Jahre. Beste Platzierung ist hier 1974 ein dritter Platz. Doch 1979 ist der TV Vorletzter und rutscht in die Kreisliga Aurich ab und von dort gleich weiter in die 1.Kreisklasse Aurich. 1984 steht der zweite Meistertitel zu Buche, der Aufstieg in die Kreisliga Aurich ist geschafft. Nach einem 5. Platz 1985 gelingt der Mannschaft 1986 der Titelgewinn und der TV ersteigt den Gipfel seiner Leistungskurve. In der Bezirksklasse wird nur der letzte Platz erreicht. Der Abstieg in die Kreisliga erfolgt und wieder wird der TV Letzter. Von 1988 bis 1995 dümpelt die Mannschaft in der 1.Kreisklasse, um mit der 4. Meisterschaft des Vereins 1995 noch einmal in die Kreisliga aufzusteigen. Als 14. Steigt der TV dann aber 1998 wieder ab, und ein Abstieg kommt selten allein, der TV rutscht gleich in die 1. Kreisklasse durch. Und dort versucht der TV jetzt den Wiederaufstieg zu schaffen. Die Bilanzen des TV Greetsiel: Ein Mal schaffte es der Club mehr als 100 Tore zu schießen, das war 1995 mit 102 Treffern. Insgesamt ist die Torbilanz der Greetsieler positiv, das heißt 3308 Toren stehen 3107 Gegentore gegenüber. Nach absoluten Punkten rangiert der TV auf Rang 64. Nach absoluten Toren auf Rang 70, hinter dem SV Wittmund und vor BW Borssum II. Nach Punkten pro Spiel sind die Greetsieler nur 128., aber da ist die 1. Mannschaft von BW Borssum noch einen Platz schlechter. Alles Zahlenspielerei.
Einige Ergebnisse wie immer am Ende: 1952/53 gelingt ein 6:1 gegen TuRa Marienhafe in der 1. Kreisklasse Emden/Norden; 1962/63 unterliegt der TV gegen den SV Hage in der 1. Kreisklasse Norden mit 0:4; noch deutlicher ist die Niederlage gegen Strudden in der BSN 1978/79 mit 0:5.
TSG Grimersum
Die Wiedergründung der Turn- und Sportgemeinschaft fand am 23.4.1966 statt.
Schon nach dem 1. Weltkrieg wurde ein Sportverein geführt. Nach dem 2. Weltkrieg gab es für 5 Jahre von 1953 bis 1958 einen neuen Versuch. 1966/67 nahm die Fußballmannschaft am Spielbetrieb teil.
Aus der 1. Phase liegt mir nur eine Tabelle mit der TSG vor: hier spielt die Mannschaft in der 1. Kreisklasse Norden, wird 14. Und steigt in die 2. Kreisklasse ab. Nach der Wiedergründung ist die erste Datenerfassung aus der Spielzeit 1966/67. Die TSG ist Mitglied der 2. Kreisklasse Staffel Süd. Sechs Jahre verbleiben die Grimersumer in dieser Klasse um 1972 in die 1. Kreisklasse aufgenommen zu werden. Ein 2. Platz 1974 und die TSG darf in der neuen Kreisliga Norden spielen. 5 Jahre bis 1979, in denen die TSG immer einstellige Plätze belegt. Ein 6. Platz 1979 reicht nicht zum Verbleib. Die TSG wird in die 1. Kreisklasse Aurich zurückgestuft. 1984 reicht hingegen einen 9. Platz in der Kreisklasse aus um in die Kreisliga aufgenommen zu werden. Und hier hält sich die TSG 7 Jahre lang. Der Höhepunkt in der Vereinsgeschichte kann damit gesetzt werden: es ist die Saison 1988/89 mit einem 5. Tabellenplatz. 1991 steigen die Grimersumer in die 1. Kreisklasse ab, kommen 1993 noch einmal zurück und pendeln jetzt zwischen der Leistungsklasse und der 1. Kreisklasse. Seit 2003 ist eine SG mit Fortuna Wirdum gegründet und die Mannschaft kann sich in der Leistungsklasse behaupten.
In den Bilanzen aller 195 ostfriesischen Mannschaften steht die TSG folgendermaßen dar. Bei den Durchschnittsplatzierungen sind sie 171., nach absoluten Punkten 162., nach absoluten Toren 154., nach Punkten pro Spiel 170. Und nach Toren pro Spiel 170. Die TSG hat nie mehr als 100 Tore pro Spiel geschossen, allerdings 2 Mal mehr als 100 Tore kassiert: 1954 waren es 142, 2003 112. Die bewährte SG hofft auf bessere Zeiten.
Hier einige Ergebnisse, als die TSG noch nicht in der SG auftritt: 1972/73 gelingt als Neuling in der 1. Kreisklasse Norden ein 6:1 gegen den SV Leybucht. 1979/80 in der neuen 1. Kreisklasse Aurich wird der SV Manslagt mit 5:0 geputzt 1989/90 dagegen verliert die TSG gegen dir Reserve vom FC Norden in der Kreisliga mit 0:7.
TuS Großheide
Am 27.6.1955 rief der Lehrer Wilhelm Horstmeyer zur Gründung des TuS Großheide auf. Er war auch der erste Vorsitzende des neue Sportclubs. Die Einweihung des Sportplatzes war im August 1957, 1958 erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister.
Die ersten Daten stammen aus der Saison 1959/60. In der 2. Kreisklasse Norden Staffel Nord wird der TuS Fünfter. Es folgen 12 Jahre in der 2. Kreisklasse wobei die beste Platzierung der Platz 2 im Jahre 1965/66 war. Durch die Einführung der Kreisliga rutschte der TuS in die 1. Kreisklasse und dort sofort als Dritter weiter in die Kreisliga. Bis 1979 hielt Großheide diese Norder Kreisliga, wurde dann in die Kreisliga Aurich eingestuft, wo nach 2 Jahren dann der Abstieg in die 1. Kreisklasse erfolgte. 1983/84 kam der Tiefpunkt und Großheide spielte nur noch in der 2. Kreisklasse. Aber 8 Jahre 1. Kreisklasse war dann genug und von 1992/93 an spielt der TuS nur noch in der Kreisliga. In dieser Phase erreichte der TuS in den Abschlusstabellen fast immer einstellige Tabellenplätze, 1995/96 sogar den 2. Platz und der Aufstieg wurde knapp verfehlt.
Der TuS hat in 1304 Spielen 2761 Tore geschossen und nur 2561 kassiert. 2003/04 schoss die Mannschaft mit 86 Toren ihren eigenen Torrekord, 1980/81 musste sie mit 93 Gegentreffern den Minusrekord hinnehmen.
In der absoluten Tabelle von 195 Mannschaften liegt der TuS auf Platz 95, hinter dem SV Bingum und vor dem SV Hage II.
Bemerkenswerte Ergebnisse des TuS: 1977/78 verliert der TuS in Suurhusen gegen die Reserve mit 0:7, bricht das Spiel aber selbst ab und spielt nicht weiter, 1989/90 verliert Großheide in der 1. Kreisklasse Aurich gegen die Reserve vom SV Großefehn mit 3:8, 2004/05 ragt aber ein 6:0 gegen den RSV Visquard in der Kreisliga heraus.
SV Hage
Grundlage für die Gründung waren die wilden Vereine nach dem 2. Weltkrieg, aus denen im Juni 1946 der SV Hage entstand. Ernst-August Köneke übernahm den ersten Vorsitz. Am 1.4.1947 wurde ein Pachtvertrag für ein Sportplatzgelände unter Dach und Fach gebracht.
Nur 18 von 61 Spielzeiten hat der SV nicht in Klassen des Bezirks gespielt. Schon die erste vorliegende Tabelle 1949/50 weist den SV als Mitglied der Bezirksklasse aus. Nach 5 Jahren in dieser Klasse musste der SV absteigen und verbrachte 9 Jahre in der 1. Kreisklasse Norden. 2 Meistertitel wurden hier erreicht aber nur 1962/63 gelang der Aufstieg zurück in die Bezirksklasse.
Nach einem zwischenzeitlichen Abstieg gelang dem SV in den Jahren 1970 bis 1973 die Eingruppierung in die Kreisliga und die Bezirksstaffel Nord. Nach der Meisterschaft 1977/78 spielte der SV 4 Jahre in der Bezirksklasse, wurde 1981/82 Meister und rückte in die Bezirksliga auf. 4 Jahre Bezirksliga, 4 Jahre Bezirksklasse, wieder 3 Jahre Bezirksliga, dann 6 Jahre Bezirksklasse, die leider mit dem Abstieg 1998/99 in die Kreisliga endeten, dann wieder 5 Jahre Bezirksklasse und nun die 7. Saison in der Kreisliga: das ist das Auf- und Ab des SV Hage, eine Mannschaft, die zu den erfolgreichsten Clubs in Ostfriesland gehört. Denn der SV liegt in der Tabelle nach absoluten Punkten auf Rang 4 in Ostfriesland. Nur Ostfrisia Moordorf, der TV Bunde und Kickers Emden haben mehr Punkte erreicht. In 1772 Spielen hat der SV fast 4000 Tore geschossen: mit 3981 Treffern liegt der SV hier in der Rangliste an 12.Stelle. 5 Mal konnte der SV mehr als 100 Tore erzielen: 1957/58 waren es stattliche 124 Treffer. Nur 1953/54 kassierte der SV fast 100 Gegentore, nämlich 96 der insgesamt 3016 Gegentreffer. Mit 48 Punkten in der 2-Punktewertung ragt die Saison 1994/95 in der Bezirksklasse heraus, 72 Punkte in der 3-Punktewertung ist das Optimum bisher aus der Saison 1998/99.
Markante Ergebnisse des SV zum Schluss: 1969/70 geht der SV gegen den SV Jemgum zu hause mit 3:10 unter, die Sportvereinigung Aurich schafft mit Mühe ein 5:3 in der Bezirksligasaison 1982/83, SuS Emden hat 2004/05 beim 1:10 in Hage keine Chance.
Heidjer SV
Unter dem Motto „Die Zukunft liegt auf der Heide“ wurde 1979 der Heidjer SV gegründet.
Und somit liegen erst 32 Spieljahre vor. Der Start erfolgt 1979/80 in der dritten Kreisklasse. Die Mannschaft kann sich sofort einen 4. Platz erkämpfen. In 20 Spielen werden immerhin 73 Tore erzielt. Das Folgejahr liefert Platz 5 und 1982 ist der erste Aufstieg perfekt, als Tabellenzweiter spielen die Heidjer in der zweiten Kreisklasse. Aber wer sich erinnert: mit 100 Gegentoren und nur 15 Punkten steigt der kleine HSV wieder ab. Nun müssen die Mannen aus Stapelmoorerheide 5 Jahre Erfahrung sammeln, um 1989 als Vizemeister wieder den Schritt in die 2.KK zu tun. Bei dieser Vizemeisterschaft werden in 22 Spielen 114 Tore erzielt. Nur der Nachbar, die 3. vom TuS Holthusen ist noch besser. Von 1989 bis 1995 kann der HSV sich Stufe zu Stufe steigern: Platz 7, Platz 6, Platz 4, Platz 2. Auch diese Vizemeisterschaft wird mit einem Aufstieg belohnt. Und die Entwicklung geht fast genauso weiter.4 Jahre in der 1. Kreisklasse, dann wieder eine Vizemeisterschaft und wieder ein Aufstieg, diesmal in die Kreisleistungsklasse. Bis zum Jahr 2003 hat der HSV jetzt allerdings Probleme: und die Konsequenz ist der Abstieg in die 1.Kreisklasse, die dann im Jahre 2006 wieder nach unten verlassen werden muss. Aber im Jahre 2007 gelingt dem Heidjer SV die erste Meisterschaft: in 28 Spielen holen die Heidjer 72 Punkte in der 3-Punktewertung und haben ein Torverhältnis von 126:28. Und nun versucht der HSV in der 1. Kreisklasse wieder eine Richtung nach oben zu bekommen. Warten wir ab.
Aufgrund der wenigen Spieljahre ist der HSV nach absoluten Punkten 173. meiner Tabelle, eingerahmt von SuS Norddeich und TSV Lammertsfehn. Platz 179 springt bei den absoluten Toren heraus. Es geht bei 195 Clubs immer noch schlechter. Aber nach Punkten pro Spiel ist der HSV unter den ersten 30, nämlich Platz 27 und die Tore pro Spiel können sich auch sehen lassen: 2,29 ist dies Quote und da ist nicht mal der SV Jemgum besser.
1989/90 kann sich der HSV rühmen, in der 2. Kreisklasse die SF Möhlenwarf, wohl gemerkt die 1. Herren, hinter sich zu lassen.
VfR Heisfelde
Die Gründung des Vereins datiert vom 24.6.1924. Der erste kleine Sportplatz war am Moorweg in der Nähe von Barkeis Garten. Die Platzeröffnung fand am 21.12.1924 statt. Gründungsvorsitzender war Allert Brauer.
Die Entwicklung des VfR geht vom Beginn an gesehen zurück. Von 1946 an war der VfR bis 1975/76 ständig in Klassen des Bezirks, Ausnahme 1968 bis 1970. Ob Bezirksklasse, Verbandsliga oder 1963/64 Amateurliga, der VfR zählte zu den ostfriesischen Vorzeigevereinen. Nach dem Abstieg aus der Bezirksstaffel Süd 1975/76 kam der VfR nicht mehr bzw. nur 2005/06 einmal aus dem Kreis Leer heraus. Tiefpunkte waren dabei die Spielzeiten 1983/84 in der 1. Kreisklasse, wobei allerdings durch die Meisterschaft der sofortige Wiederaufstieg gelang, und die Jahre von 1989 bis 1994, wo nur die erste Kreisklasse erreicht wurde, allerdings mit guten Platzierungen.
Der VfR hat in 1870 Spielen 3794 Tore geschossen und 3640 Tore kassiert.
Topspielzeit war 1969/70, wo der VfR 137 Tore schoss. 1954/55 wurden mit 107 Gegentoren die meisten Gegentreffer in einer Saison für den VfR registriert. Punktemäßig sahnt der Verein natürlich auch 1969/70 mit 52 Punkten in der 2-Punkte Wertung ab, 73 Punkte in der 3-Punkte-Wertung mit dem letzten Aufstieg in die Bezirksklasse waren der Höchststand im Jahr 2004/05.
In der absoluten Tabelle nach Punkten liegt der VfR auf Rang 24, eingerahmt von TuRa Marienhafe und der SV Warsingsfehn.
Auch wenn in den erfolgreichen 50er Jahren viele gute Resultate zu verzeichnen sind, habe ich für den VfR folgende Resultate herausgesucht:
1974/75 stieg man aus der Bezirksklasse ab und verlor 1:9 in Holtland; 1985/86 zog Heisfelde beim SuS in Emden in der Kreisliga Emden/Leer mit 0:6 den Kürzeren; aber zu toppen gilt das 12:1 in der Kreisliga gegen Kickers Leer in der Saison 2002/03.
SV Hinrichsfehn
Am 3.3.1955 wurde auf Initiative von Ernst Amelong, der auch Gründungsvorsitzender wurde, Jochgum Smit, Bruno Kruse, Dieter Rabe und Hans Höfer der SV Hinrichsfehn gegründet. Der Verein bot neben Fußball auch Leichtathletik und Tischtennis an.
Schon in der Saison 1955/56 trat der SV in der 2. Kreisklasse Nordwest Staffel 1 an und wurde Sechster. Ein Jahr später als Dritter gelang die Eingliederung in die 1. Kreisklasse , wo der SV 7 Jahre verblieb. Nach dem Abstieg 1963/64 konnte erst 1970/71 der Meistertitel der 2. Kreisklasse errungen werden. Ein Jahr 1. Kreisklasse und der sofortige Aufstieg in die Bezirksstaffel Nord waren der Lohn für erfolgreiche Arbeit. Aber schon 1973/74 musste der SV wieder absteigen, zwei Jahre später sogar wieder in die 2. Kreisklasse. Mit den neuen Staffeln im Bezirk Weser-Ems startete der SV in der 2. Kreisklasse, um dann 1987/88 mit dem Meistertitel der 1. Kreisklasse in die Kreisliga aufzusteigen. Der Höhepunkt war dann der Meistertitel in der Kreisliga 2003/04 verbunden mit dem Aufstieg in die Bezirksklasse. Dort hielt sich der SV aber nur ein Jahr und konnte auch die Kreisliga nur 4 Jahre halten. Somit spielt der SV in der Kreisleistungskasse und hofft auf bessere Zeiten.
Der SV hat in 1508 Spielen ein negatives Torkonto: 2899 Treffer wurden erzielt, 3147 Gegentreffer kassiert. Die meisten Tore gelangen in der Spielzeit 1956/57, als der Ball 96 Mal versenkt wurde. 110 Gegentreffer musste der SV in der Bezirksstaffel-Saison 1973/74 einstecken. 43 Punkte in der 2-Punktewertung waren die beste Bilanz im Jahr 1979/80, 62 Punkte in der Kreisligasaison 2003/04 waren das Maximum in der 3-Punktewertung. In der Tabelle nach absoluten Punkten liegt der SV an 86. Stelle eingerahmt von der Reserve des TV Bunde und VfB Münkeboe.
Einige erwähnenswerte Erfolge oder Misserfolge des SV: 1964/65 in der 2. Kreisklasse Nordwest wurde der SV Werdum mit 6:0 bezwungen. In der Kreisliga Aurich/Wittmund der Spielzeit 1988/89 gelang als Neuling ein 4:1 Erfolg gegen den SV Ardorf. Und heftig wurde es für die Hinrichsfehner beim 0:7 in der Spielzeit 2006/07 in Hage beim dortigen SV in der Kreisligapartie.
TuS Holthusen
Die Gründung muss im Jahre 1958 stattgefunden haben. Weitere Angaben liegen nicht vor.
1959/60 spielt der TuS schon in der 1. Kreisklasse und fühlt sich dort 25 Jahre lang wohl. Der TuS scheint in dieser Klasse ein Abonnement auf den 3. Platz zu haben, denn das gelingt insgesamt 8 Mal. Aber Dritter ist nicht Aufsteiger. Dazu muss der TuS 1984 vierter werden, um erstmals in die Kreisliga aufzusteigen. (Grund hierfür ist natürlich die Aufstockung der Klassen im Bezirk Weser-Ems. 4 Mal Kreisliga und schon probiert der TuS neues Terrain, nämlich die Bezirksklasse. 1988 gelingt die Meisterschaft in der Kreisliga und die Überraschung ist perfekt. Nur 11 Minuspunkte sind auf der Punktbilanz zu finden. Allerdings nach drei Jahren verlassen die Holthuser diese Klasse Richtung Kreisliga. Beste Platzierung ist ein 12. Platz 1989. Tor- und Punktbilanz sind in diesen drei Bezirksklassenjahren jeweils deutlich negativ. 1995 erreicht der TuS seine zweite Meisterschaft in der Kreisliga und steigt nach einem Jahr sofort dorthin wieder ab. Jetzt folgen 12 Jahre in der Kreisliga mit durchwachsenem Erfolg. Nur 5 Mal wird ein einstelliger Tabellenplatz erreicht. Der Abstieg in die 1. Kreisklasse ist aber nach 2 Jahren wieder ausgebügelt. Die Holthuser steigen 2010 mit 82 Punkten ohne Niederlage souverän auf. Wie es ausgegangen ist: Holthusen kann als Drittletzter die Klasse nicht halten.
Ein einziges Mal haben die Stürmer der Holthuser mehr als 100 Tore geschossen nämlich 2010 mit 126 Treffern. Dafür haben sie auch nur 1 Mal mehr als 100 Tore kassiert, nämlich 2008 mit 108 Gegentreffern.
Die Gesamttordifferenz ist noch positiv, obwohl in den 50er und den 90er Jahren mehr Treffer eingesteckt wurden. In der Durchschnittsplatzierung aller vorliegenden Jahre ist Holthusen nur 129., aber einen Platz vor dem VfB Uplengen. Bei den Punkten pro Spiel sind die Holthuser noch unter den ersten 100, nämlich 95. Aber das sind ja nur Zahlenspielereien.
Hier zum Schluss wie gewohnt einige erinnernswerte Resultate: 1976/77 unterlag der TuS in Nüttermoor bei der Eintracht mit 0:6; als Neuling der Kreisliga konnte Holthusen 1984/85 den Traditionsclub TuRa Westrhauderfehn mit 5:0 wegputzen. Das 0:7 als trauriger Abschluss der Kreisligasaison 2007/08 gegen Viktoria Flachsmeer möchten die Holthuser schnell vergessen.